2015 im Rückblick

Ich danke Euch von Herzen, dass Ihr mich auch in diesem Jahr begleitet habt ❤

Hier ist ein Auszug:

Die Konzerthalle im Sydney Opernhaus fasst 2.700 Personen. Dieses Blog wurde in 2015 etwa 14.000 mal besucht. Wenn es ein Konzert im Sydney Opernhaus wäre, würde es etwa 5 ausverkaufte Aufführungen benötigen um so viele Besucher zu haben, wie dieses Blog.

Klicke hier um den vollständigen Bericht zu sehen.

Kolloidales Silber

Quelle: Kolloidales Silber

Ich teile nur selten andere Beiträge – aber dieser hier ist wirklich wichtig für Euch und Eure Gesundheit. Für Mensch und Tier gleichermaßen.

Shaman wird auch damit behandelt (seine Gnubbel in der Sattellage z.B.). Meine Freundin von der Tatzenhilfe proTaktion e.V. schwört schon seit Jahren darauf.

Probiert es aus! 🙂

Kein Sozialkontakt an der Leine

Abends4

Das Thema beschäftigt wohl jeden Hundehalter. Besonders jene, die ängstliche oder auch aggressive Hunde spazieren führen. Mich ärgert es bei jedem Spaziergang, wenn fremde Menschen ihre Hunde einfach an unsere ran lassen. Da kann ich vorher bitten diese an die Leine zu nehmen oder im Abstand vorbei zu gehen – das wird einfach mal großzügig ignoriert. Werde ich dann aber deutlicher, muss ich mir oft so einiges anhören. Diese Menschen scheinen nicht verstanden zu haben, dass die Leine ein privater Bereich des Hundes ist, in den nicht einfach eingedrungen werden darf. Es ist eine Sicherheitszone und die Hunde verlieren ihr Vertrauen in uns an der Leine, wenn wir diesen Bereich nicht für sie schützen können. Das Ergebnis hab ich in zweifacher Ausführung. Hunde die sich an der Leine aufführen wie Rotz am Ärmel, obwohl sie eigentlich nur eines sind – unsicher. Es kommt mir manchmal vor wie ein Kampf gegen Windmühlen. An manchen Hunden können wir gut vorbei. Da wird vielleicht noch mal eine Bürste bei Diego aufgestellt, aber es wird nicht gemeckert, gekläfft, geknurrt oder tatsächlich versucht den anderen Hund anzugehen. Viele Halter machen doch mit ihren Hunden Kurse in verschiedenen Hundeschulen – ich habe noch keine erlebt, wo nicht darauf hingewiesen wurde, dass an der Leine Sozialkontakt tabu ist. Warum um Himmels Willen wird es dann außerhalb so ignoriert?

Wir haben hier zwei, drei Hunde, die auch an der Leine zu unseren dürfen. Zum einen, weil sie so ruhig und gut sozialisiert sind, dass ich mit Kayla üben kann – dass sie erst hin darf, wenn sie völlig ruhig und entspannt ist. Zum anderen aber auch, weil die Besitzer an der Leine einfach mal gar nicht reagieren und ihre Hunde machen lassen – ich diese aber selbst ganz einfach auf Abstand halten kann bis sich alle entspannt haben. Auch diese Situationen müssen geübt werden, sonst geht s im Zweifelsfall nach hinten los. ABER ich sage auch ganz klar – das sind Ausnahmen! Zu 99% gilt – Sozialkontakte sind an der Leine tabu! Nachfolgend sehr schön im Text erklärt.

“SOZIALKONTAKTE AN DER LEINE TABU

Es ist eine ganz einfache Regel: Hunde an der Leine haben an anderen Hunden nichts zu suchen, schon gar nicht, wenn der andere Hund ebenfalls an der Leine ist oder ohne zu fragen oder wenn sich die Hunde nicht kennen.

ÜBER DEN SINN UND ZWECK DER LEINE
Einfache Frage: Was ist eigentlich eine Hundeleine, bzw. wozu dient sie? Eine Leine ist „… ein Riemen … an dem ein Tier, meistens ein Hund, geführt wird.“ Da haben wir es: Die Leine ist dazu da, den Hund zu führen, ihm zu sagen oder zu zeigen, wo es lang geht. Die Hundeleine ist NICHT dazu da, dass der Hund den Menschen dahin zieht, wo er ihn haben will – das gilt natürlich und im Besonderen auch für die so weit verbreitete Flexileine.

Eigentlich würde es als Grund gegen Sozialkontakte an der Leine schon reichen, wenn ein Hundehalter sagt: „Bitte nein“ – da diese nette Bitte aber oftmals mehr Fragen und Widersprüche provoziert als Verständnis, seien in der Folge auch „handfeste“ Gründe aufgeführt, die dagegen sprechen, angeleinte Hunde zueinander zu lassen.

DIE LEINENREICHWEITE IST EIN PRIVATER BEREICH
Die Leine gibt dem Hund einen – durchaus kleinen – Radius, in dem er sich frei bewegen kann und darf – er darf aus diesem Bereich nicht raus und im Gegenzug soll auch niemand sonst in seinen privaten Bereich, seine „Schutzzone“ eindringen. Hunde, die permanent an der Leine von anderen „belästigt“ werden, empfinden logischerweise der Leinenradius nicht mehr als geschützten Bereich. Im besten Fall hat das zur Folge, dass der Hund die Leine (und damit Herrchen oder Frauchen) nichtmehr ernst nimmt, im schlechtesten Fall wird er ängstlich oder angstaggressiv, weil ihm ständig jemand in seinen Schutzbereich latscht.

DIE LEINE BIETET SCHUTZ
Viele Hunde empfinden eine Leine oftmals als Schutz, sie gibt ihnen durch die fühlbare Verbindung zum Hundehalter Sicherheit. Werden diese Hunde nun permanent von anderen belästigt, beschnuppert oder sonst wie kontaktiert, so kann das einen Hund verunsichern, er empfindet die Hundeleine, die Verbindung und letztlich seinen Menschen nicht mehr als vertrauenswürdig.

„AN DIE LEINE NEHMEN“ IST EINE AKTIVE BEZEICHNUNG
Wer den Hund angeleint hat, der gibt Richtung und Tempo vor und fordert vom Hund Konzentration auf sich selbst. Wer seinen Hund an der Leine zu anderen hingehen lässt, der tut das in den wenigsten Fällen „aktiv“ – meistens wird der Mensch vom Hund richtig gehend zum Artgenossen gezerrt. Die Folge: der Hund lernt, dass der Mensch folgt, wenn er nur fest genug zieht. Das war´s dann mit der Leinenführung.

VERLETZUNGEN SIND VORPROGRAMMIERT
Treffen sich zwei angeleinte Hunde ist das Risiko von Verletzungen relativ groß. Einerseits für die Hunde selbst – durch (spielerische) Sprünge ins Halsband, aber auch für die Hundehalter. Wem jemals ein 40kg-Hund vollmotiviert in die Leine gesprungen ist, der weiß, wovon die Rede ist: von Zerrungen, Schürfwunden oder Schlimmerem. Natürlich können sich die Hunde auch in den Leinen verheddern – die Rollleinen sind hier besonders gefährlich – und sich durch ungeschickte Befreiungsversuche eine Zerrung oder Verrenkung zuziehen.

HUNDE RIECHEN WEITER ALS DIE LEINE REICHT
„Die müssen sich auch mal beschnuppern können“ hört man. Ach… schon mal was von Mantrailing gehört? Oder von Rettungshunden? Oder von Drogenspürhunden? Was glauben Sie eigentlich, wie gut Hunde riechen können? Und sie glauben tatsächlich, ein Hund müsste dem anderen die Nase in den Hintern rammen, damit er ihn als Weibchen oder Rüden erkennt? Vielleicht möchte er das, aber müssen tut er es nicht. Ein Hund kriegt auch an der Leine und ohne direkten Kontakt alles Relevante von seinem Artgenossen mit.

DIE LEINE VERHINDERT EINE NORMALE KÖRPERSPRACHE
Was passiert, wenn ein Hund seinen Menschen in Richtung eines anderen Hundes zieht? Richtig, er zerrt… nach vorne gelehnt, keuchend, hechelnd, starrend – das sind körpersprachliche Ausdrucksweisen, die vom anderen Hund als Aggression gewertet werden können und es oft auch werden; wenn dann ein dermaßen bedrängter Hund knurrt oder den anderen lautstark zurechtweist, dann ist das Geschrei wieder groß, weil der Hund ja „nur mal eben hallo sagen wollte“.

FAZIT: KEINEN SOZIALKONTAKT AN DER LEINE
Es muss ja nichts passieren, wenn sich zwei Hunde an der Leine begegnen und aneinander rumschnuppern – aber es kann. Und es gibt einfach keinen vernünftigen Grund, warum man einen angeleinten Hund an einen anderen ranlassen soll. Man kann ihn ja einfach von der Leine lassen, wenn es denn unbedingt sein muss und der andere auch frei läuft. Es könnte so einfach sein. Wer übrigens seinen Hunden die viel beschworenen Sozialkontakte nur und ausschließlich an der Leine geben kann, der sollte vielleicht von Hundehaltung generell Abstand nehmen – das allererste und wichtigste ist und bleibt aber: Mindestens zuerst fragen, ob man die Hunde zueinander lassen darf und ein “Nein” einfach akzeptieren.

Dass ein Hund angeleint ist kann vieles und muss gar nichts bedeuten. Er kann krank sein, verletzt, mürrisch, aggressiv, ängstlich, panisch, neu beim Halter, es kann auch sein, dass es gar nicht sein Hund ist und er ihn nur ausführt – er kann Flöhe haben, er kann üben, etc. – es kann aber auch einfach nur sein, dass er an der Leine ist. Ganz ohne Grund. Und wenn man einen Hund an der Leine trifft, dann lässt man seinen eigenen nicht ran – und wenn man gebeten wird, seinen Hund ranzurufen, dann macht man das auch. Basta … da gibt es keine Diskussionen!

Text mit freundlichem Dank an Petra Leo Rominger via Hundsgemein (Facebook)”

Das Thema Hunde und Freilauf werde ich demnächst aufgreifen.

Tombola

Der Losverkauf für die jährliche Tombola der Tatzenhilfe proTaktion e.V. ist eröffnet ❤

http://www.tatzenhilfe.de/index.php?page=tombola

Es gibt wieder wahnsinnig schöne Preise. Jedes Los kostet 5 Euro und der Erlös kommt zu 100% den Miezen zu Gute.

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Auf den Fotos seht Ihr einige der Miezen die immer noch ein eigenes Körbchen suchen ❤

Opferfest Id al-Adha

Bevor ich zum eigentlich Kernpunkt meines Beitrages komme, hier ein kurzer Überblick dieses Festes:

http://www.bedito.org/joomla/index.php?option=com_eventlist&view=details&id=50:id-al-adha-opferfest&Itemid=99

“Das Opferfest ist das höchste Fest im Islam. Es wird im zwölften und letzten Monat des islamischen Kalenders begangen. Im Dhu’l-hidschdschda findet die „Hadjdj“ (Pilgerfahrt) nach Mekka statt, die jeder gläubige Muslim einmal im Leben unternehmen soll. Im Rahmen der Pilgerfahrt findet das Fest am zehnten Tag des Monats statt. Gefeiert wird es aber auch bei den Familien zu Hause.

Beim Opferfest wird traditionell ein Schaf nach islamischen Regeln geschlachtet (geschächtet) und mit Familie und Freunden verzehrt. Ein Drittel des Fleisches wird an Arme und Mittellose gespendet. Es ist üblich, an diesem Tag gemeinsam die Moschee zu besuchen und im Koran zu lesen.

Bei dem Fest wird einem Ereignis aus einer Koranerzählung (Sure 37,100ff.) gedacht. Gott fordert Abraham auf, einen seiner beiden Söhne als ein Zeichen seines Gehorsams zu opfern. Diese Forderung wird im letzten Moment durch Gott selbst verhindert und an Stelle des Sohnes wird ein Schaf geopfert.”

Und genau da fängt mein Problem mit diesem Fest an. Ich möchte hier keine Grundsatzdiskussion über den Fleischkonsum an sich anzetteln. ABER mit welchem Recht werden hier Schafe im Namen der Religion auf so grausame Art und Weise geopfert? Das Schächten ist in Deutschland verboten. Aus gutem Grund. Ich musste es live miterleben, konnte nichts dagegen unternehmen. Und ich werde nie die blanke Angst in den Augen des Schafes vergessen. Diesen langsamen, qualvollen Tod, den es erleiden musste. Und ich werde mir immer vorwerfen, dass ich es nicht verhindern konnte. Wir haben es versucht. Sogar ein tunesischer Bekannter (Vegetarier) konnte nichts tun. Er wurde vom “Schlachter” selbst mit der Klinge bedroht 😦

Nun sagen die Moslems aber; “Die Schafe spüren nichts dabei. Die Klinge wird von Gott geführt.” Ich bin immer wieder sprachlos. Sie sind durch nichts vom Gegenteil zu überzeugen. Nicht nur im Islam, auch in anderen Religionen finden sich diese Tieropfer. Unvorstellbare Grausamkeiten, die hier an unschuldigen Tieren verübt werden. Es wird Zeit dass es endgültig aufhört! Ich respektiere jede Religion, aber das Quälen von Tieren gehört nicht dazu. Egal ob aus religiösen Gründen oder nicht.

http://www.tierrechte-bw.de/index.php/schlachten-schaechten/669-informationen-zum-schaechten-in-deutschland

Absolutes NoGo!

Schon wieder ist es passiert. Ein Welpe (reinrassig) vor dem Geschäft entführt. Der “ehrenwerte” Besitzer bezeichnet den Dieb als Arschloch und droht ihm. Und nun komm ich und sage: Aber welches Arschloch hat ihm denn erst die Möglichkeit dazu gegeben…? Sollte er vielleicht mal drüber nachdenken. Für alle die sich um den Hund sorgen, laut Facebook ist der kleine Kerl wiedergefunden worden. Puh.

Ich bin immer wieder entsetzt über die Ignoranz und Dummheit vieler Besitzer. Hinterher ist das Geschrei und Geheul groß. Mitleid und Mitgefühl gibt es von mir aber nur für den armen Hund, der wegen der Fahrlässigkeit seiner Besitzer womöglich schlimmstes durchstehen muss 😦 Sie scheinen nichts aus all den Berichten der vergangen Jahre gelernt zu haben. Hier passiert doch sowas nicht. Nein, natürlich nicht.

Bindet ihr eure Kinder auch draußen unbeaufsichtigt an oder zeigt ihr da tatsächlich mal mehr Verantwortungsgefühl…? Ich könnt täglich aus der Haut fahren und kann die dummen Ausreden bei all den Diskussionen mit Besitzern nicht mehr hören.

Versetzt euch doch bitte mal in die Lage des Hundes. Allein gelassen. Umgeben von fremden Menschen, Hunden, Gegenständen, Geräuschen. Keine vertraute Bezugsperson da die euch Sicherheit geben kann. Mit Glück lassen euch die Menschen und andere Hunde einfach in Ruhe und ignorieren euch. Mit etwas Pech schüchtern sie euch mit drohenden Blicken ein, werfen Gegenstände nach euch oder treten sogar. Blühende Fantasie? Ich wünschte es wäre so..!! Mit noch mehr Pech seid ihr ins Visier skrupelloser Händler und “Züchter” geraten. Die so ziemlichen jeden Hund der Umgebung kennen. Ob kastriert oder nicht und nur auf die günstige Gelegenheit warten euch zu stehlen, ins Ausland zu schaffen und als Gebärmaschine oder “Zuchtrüde” zu missbrauchen. Ein Leben im kleinen Käfig. Schöne Aussichten. Wieder meine blühende Fantasie? Mitnichten. Besonders begehrte Exemplare werden sogar aus dem heimischen Garten entführt.

Auch eine sehr beliebte Masche: Der Hund wird entführt und sobald es Finderlohn gibt, wird der Hund zurück gegeben. Nur komisch, dass es oft immer dieselben Menschen sind die die Hunde so “zufällig” finden…!!

Haben wir als Halter nicht die Pflicht uns verantwortungsvoll zu verhalten und für die Sicherheit unserer Hunde zu sorgen..??!! Es gibt doch schon genug Situationen die wir nicht voraussehen können. Muss ich da mein geliebtes Tier absichtlich in so eine Gefahr bringen? NEIN. Da kenn ich kein Pardon. Nie im Leben käme ich auf die Idee Kayla & Diego allein vor einem Geschäft zu lassen! Wenn ich sie nicht mitnehmen kann, bleiben sie zu Hause und ich laufe eben mehrmals! Auch im Auto bleiben sie nicht alleine. Einer von uns passt auf. Nie möchte ich mir hinterher Vorwürfe machen warum ich so fahrlässig war und ob ich meinen vierbeinigen Liebling je wiedersehen werde!

Für all die Ignoranten, für alle “Ich bin nur 2 Minuten im Geschäft” – Sager da draußen, für euch habe ich das – den Stinkefinger einer Wolke. Stellvertretend für mich. Kann ja nicht überall sein.

B2

Anmerkung: Viele sind meiner Meinung. Das finde ich positiv. Aber es gibt auch Menschen, die fühlende Lebewesen allen ernstes mit toten Gegenständen vergleichen. “Räder und Autos werden auch geklaut, deswegen lass ich sie doch nicht in der Garage!” Ebenso “schön” wie dumm: “Lieber lass ich den Hund kurz vor dem Geschäft als stundenlang allein zu Hause. Mir wurd noch nie ein Hund geklaut!”. Ganz großes Kino. Ich bin immer wieder sprachlos vor Wut über solche Aussagen. Schafft euch Teddys an, wenn ihr keine Verantwortung übernehmen könnt und wollt..!!

“Happy Face”

Oder: die ungeschönte Wahrheit. Für alle Klugscheißer da draußen (ja, besonders die aus dem engsten Familien- und Freundeskreis) wird es wohl an der Zeit für diesen Beitrag. Und ein Foto. Ein Foto, was mich zeigt – am Limit dessen, was ich an Schmerzen und medikamentösen Nebenwirkungen ertragen kann. Ein Foto was ungeschönt offenbart wie ich mich tagtäglich fühle. Wie ich aussehe, wenn ich mich unbeobachtet fühle. Wenn ich alleine bin. Wenn ich mein öffentlichkeitstaugliches Happy Face ablege. Ihr glaubt nicht, dass es Fibromyalgie (oder auch andere “unsichtbare” Krankheiten) gibt? Nur weil man sie nicht auf den ersten Blick erkennt? Nur weil Menschen wie ich euch nicht jede Minute damit behelligen wollen und versuchen zu verstecken wo wir können? Dann schaut es euch an. Die Wahrheit. Meine Wahrheit. Es hat Jahre gedauert bis ich mich selbst damit anfreunden konnte dass es eben so ist wie es ist. Da ist es wenig hilfreich, wenn man ständig Vorwürfe hört, dass man die Krankheit vorschiebt weil man zu faul ist. Dass man Verabredungen aus Spaß an der Freude absagt oder man einfach als Simulant abgestempelt wird. Im Moment fällt es mir sehr schwer auch nur ein paar Minuten am Stück zu sitzen. Ich halte es eigentlich nur aus, wenn ich ständig in Bewegung bin. Nicht leicht, wenn einem so schwindlig ist, dass man meint bei jedem zweiten Schritt einfach umzufallen. Als würden hunderte fies pinkelnder Ameisen über den ganzen Körper laufen. 24 Stunden am Tag. An Schlaf ist kaum zu denken. Mutti pendelt mich aus, damit der ganze negative Mist raus kommt. Es ist zur Zeit das Einzige was hilft. Wenigstens lindert es etwas. Ich laufe gleich wieder los. Mit den Hunden. Zur Apotheke. Wala Aconit Schmerzöl.

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Gedanken zum Thema Flüchtlinge

Flüchtlinge. Ein heiß diskutiertes Thema. Ich habe lange überlegt, ob ich mich dazu äußere und finde es ist zu wichtig, als dass ich mich hier außen vor halten kann.

Zu allererst; Ja, auch vielen Deutschen geht es schlecht. Hartz IV & Co. sind gewiss kein Zuckerschlecken. Ich möchte auch keine Vergleiche dazu anstreben oder hören, denn es ist nicht zu vergleichen. ABER leben wir nicht geradezu im Luxus und beschweren uns trotzdem wie schlecht es uns doch geht? Sollten wir uns stattdessen nicht lieber glücklich schätzen, dass wir hier keinen Krieg haben? Ein Dach über dem Kopf, einen  Schrank voller Klamotten, Essen und Trinken? Dass wir es uns leisten können diesen und jenen Euro für Starbucks & Co. zu verkleckern? Oder für anderen Schnick-Schnack, der nicht lebensnotwendig ist?

Ich komme aus einer schönen Kleinstadt an der Elbe, ein Asylbewerberheim nur ein paar Kilometer entfernt. Zum Glück konnte ich in all den Jahren keine negativen Erlebnisse mit Asylbewerbern verbuchen. Natürlich gibt es diese und das sollte auch nicht unter den Tisch gekehrt werden. Meine klare Meinung dazu: Wer hier kriminell auffällig wird, wird postwendend zurück in sein Land geschickt. Ohne Ausnahme. Die Mehrheit der Flüchtlinge, egal aus welchem Grund sie fliehen mussten, sind jedoch sehr daran interessiert sich zu integrieren und zeigen sich dankbar für jede noch so kleine Unterstützung.

Bevor hier nun gleich die Diskussion richtig losgehen wird, möchte ich Euch bitten die nachfolgende, wahre Geschichte eines Flüchtlings zu lesen und wirken zu lassen.

Ein Schlauchboot mit 178 Personen an Board. Darunter ein somalischer Nationalspieler. Er flieht wie so viele auch vor dem Krieg und hofft in Italien sicher an Land gehen zu können. Ein fataler Irrtum. Das Boot verliert Luft, havariert. Die Menschen klammern sich an die Reeling. Unter ihnen eine hochschwangere Frau. Sie ruft verzweifelt um Hilfe. Nach einer Woche auf See schafft es jedoch keiner mehr die Kraft dazu aufzubringen. Sie stirbt vor seinen Augen. So wie 172 andere. Nur 5 Menschen haben diese Flucht überlebt.

Mir stehen die Tränen in den Augen, wenn ich versuche mir diese schreckliche Situation vorzustellen. Wie verzweifelt müssen Menschen sein ihre Heimat zu verlassen, ohne Hab und Gut, um auf diesem Wege in ein Land zu gelangen, wo sie auf Hilfe hoffen? So viele überleben ihre Flucht nicht… Wenn sie es doch geschafft haben, sehen sie sich einer ungewissen Zukunft entgegen. Sie sprechen die Sprache nicht, wissen nicht was als nächstes kommt und werden zu allem Überfluss behandelt wie Dreck. Das Wort „Asylschmarotzer“ musste ich oft lesen. Ja, auch diese wird es geben. Aber sie sind die Ausnahme. Mal ehrlich, wer nimmt diese Gefahren auf sich, lässt alles zurück, für ein paar Euro am Tag? Dafür, mit hunderten anderer Menschen auf engstem Raum zusammengepfercht zu sein?

Wir haben „unser“ Europa auf Kosten der dritten Welt aufgebaut. Ist es dann nicht an uns, ihnen Hilfe zur Selbsthilfe zu geben? Diese katastrophalen Zustände zu ändern? Ich denke ja.

Es gibt glücklicherweise viele positive Beispiele. Sogar ich als Nicht-Fußball-Fan finde einen Verein besonders klasse: Welcome United 03 aus Potsdam-Babelsberg. Zu denen auch der somalische Nationalspieler gehört. Der erste Fußballverein nur aus Flüchtlingen. Endlich bekommt der Satz: „Fußball verbindet“ wieder einen wirklichen Wert und ist nicht nur ein tumber Werbeslogan. Auch aus meinem Freundeskreis helfen einige bereits Flüchtlingen aus vielerlei Ländern. Sie unterstützen sie mit Spielzeug für die Kinder, Kleidung, Geschirr – es mangelt oft an den einfachsten Dingen. Sie tauschen sich aus, helfen bei der Sprache. Viele Flüchtlinge sind studierte Leute, die sich hier gerne eine neue Existenz aufbauen würden – wenn sie denn endlich dürfen. So schnell es geht möchten sie die Sprache lernen, sich integrieren und arbeiten. Warum also diesen Menschen das Recht verwehren hier Asyl zu suchen? Würden wir an ihrer Stelle nicht auf das gleiche hoffen?

Zum Thema Asylbewerber und Handys. Ja, viele besitzen ein Smartphone, oft aus der Zeit vor der Flucht. Sie dokumentieren dort alles, was man zu sehen bekommt ist oft erschreckend. UND es ist der einzige Weg mit Familie & Freunden in der Heimat Kontakt zu halten. Warum sollten wir ihnen dieses dann nicht gönnen?? Auch wir benutzen doch jeden kostenfreien Zugang zum Internet den wir kriegen können!

Dank Pegida & Co. muss ich mir jeden Tag neuen Mist gegen Flüchtlinge anhören und durchlesen. Oft auch von Freunden denen ich mehr Grips zugetraut hätte. „Ich bin nicht rassistisch.. ABER…“ Dann könnte ich jedes Mal fast schreien: Bitte halt den Mund, nach „Ich bin nicht rassistisch“ kann nichts Gutes mehr kommen…

Ich verstehe schon, dass viele Bürger sich ungerecht behandelt fühlen. Aber das Eine hat nichts mit dem Anderen zu tun. Wer gezwungen ist zu fliehen, sollte Asyl und Hilfe bekommen. Punkt.

Vorschläge von Politikern a la „Wir kürzen Bürgern aus bestimmten Ländern einfach das Geld und lassen sie in der Erstunterbringung, damit es unattraktiver für sie wird herzukommen!“ sind ein Armutszeugnis und zeigt, dass das rassistische Europa unter sich bleiben will.

Die Politik muss sich endlich vernünftig mit dem Thema auseinandersetzen. Damit kein Mensch mehr sein Leben verliert…