Tiere für die Show

Stellvertretend für all die Tiere die tagtäglich hart arbeiten und Menschen bespaßen müssen, zeige ich jetzt zwei aus der Truppe für die Show “Medinat Al Zahra” in Sousse.

Zur rabiaten, verrosteten Zäumung eines Hengstes habe ich mich ja schon geäußert. Aber auch den anderen geht es nicht viel besser. Vieles liegt auch an den Reitern. KEINEN davon würde ich auch nur in Shamans Nähe lassen! Sie plumpsen den armen Arabern in den Rücken, rammen die Fersen in Bäuche und reißen so brutal an den Kandaren, dass ich nicht mehr hinschauen konnte😦 Hätten wir das vorher geahnt, wären wir nicht gefahren. Der hübsche Schimmel schaut auf den ersten Blick gut aus, er ist nicht klapprig dünn und scheint gepflegt. Auf den zweiten Blick sieht s da schon anders aus… Man erkennt am linken Karpalgelenk (“Knie”) eine Beule (die auch anderswo zu finden waren…), dazu tränten beide Augen und hatten entzündete Stellen rund rum…Völlig lethargisch stand er da, auch später in der Show hat er zwar sein Programm abgespult, allerdings völlig teilnahmslos…

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Besonders schlimm fand ich den Anblick des Großesels..sein Blick ging mitten ins Herz und ich könnt jetzt schon wieder weinen…Während der Park geöffnet ist, zeigt er den Besuchern wie der Brunnen funktioniert und zieht was das Zeug hält. In der Show taucht er nur kurz auf. Er hat eine sehr tiefe, lange Narbe die man deutlich sieht, die Hufe sind vorne völlig ausgebrochen und kaputt… Am liebsten hätt ich ihn sofort eingepackt…

Mein Fazit: Bitte macht keinen Ausflug zu dieser Show – oder sammelt dort Fotobeweise und bombardiert auch die Reiseveranstalter damit…Sowas muss ein Ende haben…

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16 thoughts on “Tiere für die Show

  1. Hallo Wolke,
    mein”like” gilt nicht dem ueberaus traurigen Inhalt Deines Artikel hier, sondern der Tatsache, dass Du Dich dieser Tiere so annimmst und uns auf ihr Leid aufmerksam machst.
    Liebe Gruesze aus dem suedlichen Texas,
    Pit

    • Es ist das mindeste – andere darauf aufmerksam machen, damit sie achtsamer werden… nur so lässt sich hoffentlich irgendwann das Tierleid beenden😦

      Liebe Grüße

  2. Es ist echt zum K…..! Ich möchte mal wissen wievielen Touris dies überhaupt aufgefallen ist! Der Schimmel sieht völlig gebrochen aus. Der hat aufgegeben…
    Hast Du das der Reiseleitung gemeldet?
    Zum Glück gab es damals, als ich vor jahrzehnten in Tunesien war, noch nicht diese Touristen-BespaßungsProgramme mit Tieren.

    Da dürfte kein Touri auch nur 1 Dinar für ausgeben. Dann wäre schnell Schluss damit!😦
    Ich klicke nicht “gefällt mir”
    LG Susa

    • Ich hab s beim Reiseleiter angesprochen, wenn ich allein es weiter leite hat er mir allerdings nur wenig Hoffnung gemacht. Es müssen mehr sein die mit Foto- und Videobeweisen an die Reiseveranstalter treten und sich beschweren😦

      Heutzutage muss dort alles herhalten…sogar ein sehr junger Wüstenfuchs an der Leine… der jeden Nachmittag bis Abend vor einem Shop kurz hinter unserem Hotel warten musste…

  3. Auch mein “gefällt mir” bezieht sich auf die Tatsache, dass Du auf das Leid der Tiere aufmerksam machst.
    Es tut einfach nur sehr weh, wenn man das liest und sieht. Aber so lange sich die Touristen das anschauen, wird sich nichts ändern.
    Es ist wirklich zum kotzen…!😦

  4. Reblogged this on Gabis Blog and commented:
    Shows, bei denen Tiere vorgeführt werden, sind ja meist sehr beliebt. Überhaupt an Orten, wo es viele Touristen gibt. Die Tiere werden oft nicht gut behandelt und es geht ihnen selten gut, auch wenn das oft nicht immer gleich ersichtlich ist.
    Es wäre am besten, solche Shows gar nicht zu besuchen um das nicht noch zu unterstützen.

    Das selbe gilt z. B. auch, wenn man in Spanien eine Stierkampfarena besichtigt. Also gar nicht mal einen Stierkampf ansieht, sondern auch nur gegen Eintrittsgeld das Bauwerk anschaut. Damit unterstützt man auch den Stierkampf, habe ich mal vor langer Zeit gelesen.
    Wir haben es leider in Ronda vor vielen Jahren auch getan. Aber da wusste ich das noch nicht.

    • Liebe Gabi,
      Recht hast Du, was Tiershows angeht. Am besten gar nicht besuchen. Hier in Fredericksburg war vor Kurzem ein Fest, bei u.A. dem eine Alligator- und Schlangenschau war. Wir sind nicht hingegangen. Im Vorbeigehen haben wir aber gesehen, dass man dem Alligator, mit dem man sich fotografieren lassen konnte, das Maul mit Klebeband zugeklebt hatte. Schrecklich! Zugegeben, die Leute vermitteln auch etwas Wissen, aber das wiegt m.E. nicht auf, was man den Tieren antut. Wie es mit den groszen Shows in Aquarien ist, weisz ich nicht. Ob es den Tieren da wirklich besser geht? Ich moechte es bezweifeln.
      Uebrigens: hierzulande ist es ja das Rodeo, das den Tieren auch nicht gerade gut tut, um es mal ganz vorsichtig auszudruecken. Die Pferde werden doch so etwas von ueberstrapaziert. Und Bullen- und Broncoreiten. Muss das wirklich sein?
      Liebe Gruesze aus dem suedlichen Texas,
      Pit

      • Klebeband ist leider ein übliches Mittel – oft auch bei Schlangen… Aquarien, Delfinarien, Orcashows, Reiten auf Elefanten und und und – dafür werden jedes Jahr tausende Tiere gequält um sie gefügig zu machen und unter schlimmsten Bedingungen gehalten. Leider beschäftigt sich kaum ein Mensch damit. Sonst würden sie diesen Shows fern bleiben… ich gehe noch öfter in Zoos – um zu sehen was sich getan hat, ob sie ihre Versprechen halten was die besseren Lebensbedinungen angeht usw. . Falls nicht – so kann es dokumentiert und mit der Öffentlichkeit geteilt werden. Das Rodeo ist für mich eine der schlimmsten und brutalsten Veranstaltungen. In den USA sind Elektroschocker zu gelassen. Auf Youtube kann man sehen wie oft und wie brutal sie eingesetzt werden. Ein Pferd was sich weigerte zu bocken wurde 25 mal am Kopf geschockt und verprügelt.

        Ich für meinen Teil suche mit den Menschen das Gespräch. Vernünftig über alles reden, gute Alternativen aufzeigen bzw. wie s richtig geht – das bringt am Ende den Erfolg. Auch wenn es viel Nerven kostet und ich eigentlich vor Wut und Fassungslosigkeit ganz andere Dinge tun möchte…!

      • Wolke hat ja nun schon eine ganze Menge dazugeschrieben. Zu all dem was Du uns Wolke geschrieben habt, kann ich nur zustimmen und hoffen, dass die Menschen endlich mal einsehen, dass Tiere genauso fühlen wie wir und dass sie ein Leben ohne Quälerei und Schmerz verdient haben.
        Ich schaue mir auf jeden Fall keine Veranstaltungen mit Tieren mehr an.
        Und ja, sicher wird auch unter Umständen Wissen vermittelt. Aber das geht auch ohne dass Tiere dabei leiden müssen.

        Es ist sicher noch ein harter und steiler Weg, bis das alles mal besser wird. Ganz wird es wohl leider nie verschwinden.
        Und man muss ja nicht mal so weit über die Grenzen schauen. Auch im eigenen Land gibts genug, was diesbezüglich so gar nicht in Ordnung ist.
        LG Gabi

    • Ja, in Deutschland gibt es leider auch genug davon… allein die armen Ponys die auf Jahrmärkten stundenlang eng ausgebunden im Kreis laufen müssen…

      • Von denen dachte ich, dass es die gar nicht mehr gibt. Habe das letzte der Art, im Kindergartenalter oder so gesehen. Bis ich vor einer Zeit mal auf eine Petition gestoßen bin.

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